Freut mich, danke. Das Projekt ist ja von jeher sowohl Herzensangelegenheit als auch Gratwanderung – aber finden Sie erstmal Autoren, die die von Ihnen geschilderten Qualitäten mit sich bringen. Wer die Welt im Innersten durchdrungen hat, heißt es ja in den Weisheitsschriften, der hat gar nichts mehr zu sagen, sondern schweigt.
Johannes Molitor
6 Jahre vor
Guten Tag Herr Wagner
die Impfpflicht in Deutschland betrifft mich persönlich nicht aber Sie stellvertretend für ihre Kinder (so wie auch mich).
Das Argument der drohenden Kinderkrankheit ohne Impfung halte ich persönlich für vorgeschoben – von beiden Seiten.
Ich sehe die Androhung von Gewalt durch den Staat und seiner Organe sowie Ihre drohende Ausgrenzung aus der Gesellschaft auf der einen Seite und das Wohlergehen der Kinder (ohne Impfung) auf der anderen Seite. Ich sehe dass in diesem Spiel enorm viel mit der Angst und Lüge gearbeitet wird. Sie mögen die Angst durchaus als Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder wahrnehmen, aber am Ende bleibt es doch nur ein Ausdruck Ihrer persönlichen Angst. Angst die in ihrem Ursprung von anderen Menschen erzeugt und freigesetzt und verteilt wurde. Wäre doch zu schön diese Energien für das Auge sichtbar einfärben zu können. Dann würde man sie einfach wegwischen und alles wäre wieder gut, gell?
Liebe Grüße
Daniel
6 Jahre vor
Ja, an dem Punkt sind wir gerade. Am Ende geht es um Souveränität und Freiheit, nicht um Krankheit. Sie laufen da offene Türen ein.
Theodor
6 Jahre vor
Sehr geehrter Herr Wagner, was Sie da beschreiben, mag man als einsetzende Weisheit interpretieren, wenn ich mir das mit erheblichem Altersvorsprung anmaßen darf zu bemerken. Das Feuer der Jugend ist wichtig, um ins Handeln zu kommen, doch meine Tätigkeit für eine global operierende NGO hat mir bereits seit Anfang der 90er Jahre gezeigt, wie wenig zielführend es ist, dem Aktionismus langfristig Luft zu machen, ohne mit der Zeit immer weiter zu differenzieren und auch selbst innerlich abzukühlen, die Dinge setzen zu lassen. Ich freue mich über die protestierenden Schüler, würde den Protest heute als erwachsener, alter Mensch aber sicher ganz anders angehen, weil sich meine Horizonte und Möglichkeiten verschoben haben. Beides ist wichtig, wir können nur gesamtgesellschaftlich Probleme lösen, wie ein Organismus – und das zu verhindern ist das Ziel aller Spalter und agents provocatuers. Eine Falle, in die man schnell tappt. Sensationen zu schaffen, das konnte die Presse schon immer – bei uns war Axel Springer der große Feind, aber mit Abstand sehe ich heute, dass auch aus den Reihen der Systemfeinde gnadenlos verallgemeinert und an den Haaren herbeikonstruiert wurde und wird. Das Problem ist vielleicht, dass die meisten Wahrheiten auf der Welt weit weniger einfach, weniger „krass“ und weniger befriedigend sind als ihre zurechtgestutzen Klientelvarianten. Der eigentliche Grund meines Kommentars ist dieser: Ich war drauf und dran, mein Nexus-Abo zu kündigen, weil ich eben auch in Ihrem Heft immer wieder vieles lese, das mir – vielleicht dank einer gewissen Altersweisheit, ich gehe auf die 70 zu – zu ideologisch geprägt scheint. Nicht in dem Sinne, dass eine Agenda dahinterstecken würde; eher so, dass die einzelnen AutorInnen nicht reflektiert genug sind und viel Projektion und Annahme mit sich bringen, diese aber nicht immer als solche kennzeichnen, vielleicht, weil sie es nicht besser wissen. Oft ist es auch fachliches Unwissen, gerade im Bereich der Verschwörungstheorie, und mangelndes journalistisches Handwerk. Was mich nun aber doch bei Ihnen gehalten hat, ist der Einschlag, den Sie, Herr Wagner, als Chefredakteur ins Blatt bringen: Offenes Denken, das auch keinen Halt macht vor szenetypischen Denkschranken, eine zunehmende Hinwendung in Richtung konkreter Lösungen, und ein freundlicher, mutiger Ton, der in etwas anderen Farben erstrahlt als Hr. Kirschners (Gott habe ihn selig) stetwährender Fatalismus. In diesem Sinne hoffe ich, Sie bleiben keiner Szene und Filterblase, sondern immer nur sich selbst und der Wahrheit verpflichtet. Der Unterschied ist spürbar. Denken Sie bitte daran, sollten Sie einmal ins Kreuzfeuer von Kritikern oder der eigenen Zweifelsgedanken geraten.
Herzliche Grüße aus Deutschlands altem Norden
Ihr Theodor
Freut mich, danke. Das Projekt ist ja von jeher sowohl Herzensangelegenheit als auch Gratwanderung – aber finden Sie erstmal Autoren, die die von Ihnen geschilderten Qualitäten mit sich bringen. Wer die Welt im Innersten durchdrungen hat, heißt es ja in den Weisheitsschriften, der hat gar nichts mehr zu sagen, sondern schweigt.
Guten Tag Herr Wagner
die Impfpflicht in Deutschland betrifft mich persönlich nicht aber Sie stellvertretend für ihre Kinder (so wie auch mich).
Das Argument der drohenden Kinderkrankheit ohne Impfung halte ich persönlich für vorgeschoben – von beiden Seiten.
Ich sehe die Androhung von Gewalt durch den Staat und seiner Organe sowie Ihre drohende Ausgrenzung aus der Gesellschaft auf der einen Seite und das Wohlergehen der Kinder (ohne Impfung) auf der anderen Seite. Ich sehe dass in diesem Spiel enorm viel mit der Angst und Lüge gearbeitet wird. Sie mögen die Angst durchaus als Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder wahrnehmen, aber am Ende bleibt es doch nur ein Ausdruck Ihrer persönlichen Angst. Angst die in ihrem Ursprung von anderen Menschen erzeugt und freigesetzt und verteilt wurde. Wäre doch zu schön diese Energien für das Auge sichtbar einfärben zu können. Dann würde man sie einfach wegwischen und alles wäre wieder gut, gell?
Liebe Grüße
Ja, an dem Punkt sind wir gerade. Am Ende geht es um Souveränität und Freiheit, nicht um Krankheit. Sie laufen da offene Türen ein.
Sehr geehrter Herr Wagner, was Sie da beschreiben, mag man als einsetzende Weisheit interpretieren, wenn ich mir das mit erheblichem Altersvorsprung anmaßen darf zu bemerken. Das Feuer der Jugend ist wichtig, um ins Handeln zu kommen, doch meine Tätigkeit für eine global operierende NGO hat mir bereits seit Anfang der 90er Jahre gezeigt, wie wenig zielführend es ist, dem Aktionismus langfristig Luft zu machen, ohne mit der Zeit immer weiter zu differenzieren und auch selbst innerlich abzukühlen, die Dinge setzen zu lassen. Ich freue mich über die protestierenden Schüler, würde den Protest heute als erwachsener, alter Mensch aber sicher ganz anders angehen, weil sich meine Horizonte und Möglichkeiten verschoben haben. Beides ist wichtig, wir können nur gesamtgesellschaftlich Probleme lösen, wie ein Organismus – und das zu verhindern ist das Ziel aller Spalter und agents provocatuers. Eine Falle, in die man schnell tappt. Sensationen zu schaffen, das konnte die Presse schon immer – bei uns war Axel Springer der große Feind, aber mit Abstand sehe ich heute, dass auch aus den Reihen der Systemfeinde gnadenlos verallgemeinert und an den Haaren herbeikonstruiert wurde und wird. Das Problem ist vielleicht, dass die meisten Wahrheiten auf der Welt weit weniger einfach, weniger „krass“ und weniger befriedigend sind als ihre zurechtgestutzen Klientelvarianten. Der eigentliche Grund meines Kommentars ist dieser: Ich war drauf und dran, mein Nexus-Abo zu kündigen, weil ich eben auch in Ihrem Heft immer wieder vieles lese, das mir – vielleicht dank einer gewissen Altersweisheit, ich gehe auf die 70 zu – zu ideologisch geprägt scheint. Nicht in dem Sinne, dass eine Agenda dahinterstecken würde; eher so, dass die einzelnen AutorInnen nicht reflektiert genug sind und viel Projektion und Annahme mit sich bringen, diese aber nicht immer als solche kennzeichnen, vielleicht, weil sie es nicht besser wissen. Oft ist es auch fachliches Unwissen, gerade im Bereich der Verschwörungstheorie, und mangelndes journalistisches Handwerk. Was mich nun aber doch bei Ihnen gehalten hat, ist der Einschlag, den Sie, Herr Wagner, als Chefredakteur ins Blatt bringen: Offenes Denken, das auch keinen Halt macht vor szenetypischen Denkschranken, eine zunehmende Hinwendung in Richtung konkreter Lösungen, und ein freundlicher, mutiger Ton, der in etwas anderen Farben erstrahlt als Hr. Kirschners (Gott habe ihn selig) stetwährender Fatalismus. In diesem Sinne hoffe ich, Sie bleiben keiner Szene und Filterblase, sondern immer nur sich selbst und der Wahrheit verpflichtet. Der Unterschied ist spürbar. Denken Sie bitte daran, sollten Sie einmal ins Kreuzfeuer von Kritikern oder der eigenen Zweifelsgedanken geraten.
Herzliche Grüße aus Deutschlands altem Norden
Ihr Theodor